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Knödel
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Von Branislav Siarsky


Der Knödel ist bekannt vor allem dank dem Tschechischen Nationalgericht "Knedlo Vepro Zelo", welches man am besten als "Knödel-Schweinsbraten-Kraut" übersetzen kann. Als kleiner Junge habe ich von Zeit zu Zeit am Sonntag eine spannende Aufgabe bekommen: "Sicherstellung eines Knödels zum Mittagessen". In unserer Strasse gab es eine Kneipe, die jeder in Poprad als "Stodola" (die Scheune) kannte - und dort machte ich immer den ersten Halt. Vor der Tür nahm ich einen tiefen Atemzug und versuchte mich mit so eingenommener Luft bis zum Barpult durchzukämpfen, wo ich den Wirt nach einem Knödel fragte. In den meisten Fällen hatte er keinen mehr und deswegen nahm ich einen zweiten Atemzug voller Zigarettenrauch und versuchte den Raum so schnell wie möglich zu verlassen. Die nächste "gute" Adresse war "Alfonz" (Alfons) - eine kleine Kneipe in der Nähe der ehemaligen Musikschule. Zwei Atemzüge und entweder bekam ich endlich einen Knödel oder musste sogar zur "Astorka" oder "Slovenka". Ich glaube, es ist mir fast immer gelungen einen Knödel zu besorgen - falls es mir doch misslungen ist, hatten wir zum Mittag Teigwaren oder eine Scheibe Brot.

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Heutzutage kann man in der Slowakei einen Knödel fast in jedem Lebensmittelladen kaufen, welcher in den meisten Fällen auch am Sonntag offen ist. Ob ein Knödel immer noch in den Kneipen zu haben wäre, weiss ich nicht. Und auch wenn schon, müssen Sie ihre Kinder definitiv dort hin nicht mehr schicken - das Rezept für einen schmackhaften Knödel ist einfach und Sie können diesen zu Hause in ca. 2 Stunden selber zubereiten.

Zutaten:

  • 250 g Halbweissmehl (ja, auf dem Bild ist das Zopfmehl abgebildet, da ich kein Halbweissmehl mehr hatte... funktioniert übrigens auch sehr gut)
  • 1 Eigelb
  • ein Drittel Hefe (42 g)
  • 150 ml Wasser
  • ein Viertel Teelöffel Salz
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    Die Zubereitung besteht aus diesen Schritten:
  • Mehl, Eigelb, Salz, Hefe und Wasser zusammenmischen.
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  • Wir kneten den Teig, so dass viel Luft eingearbeitet wird. Versuchen Sie den Teig so weit kneten, bis dieser wie auf dem Bild abgebildet aussieht.
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  • Wir lassen den Teig 45 Minuten abgedeckt stehen.
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  • Wir teilen den Teig in zwei Teile auf. Falls die Teiglinge noch kleben, bestreuen wir sie mit ein bisschen Mehl, welches beim Dämpfen "weg gedämpft" wird. Beide Stücke legen wir in einen Kessel mit Löchern im Boden und setzen ihn auf einen anderen Kessel mit ca. 300 ml Wasser (Vorsicht: nicht zu viel Wasser geben, sonst wird der Boden des Knödels matschig/es entstehen dunkle Flecken). Falls Sie keinen gelochten Kessel haben, können Sie ein Tuch auf einen gewöhnlichen Kessel anspannen, die Knödel oben drauf legen und diese mit einem zweiten Kessel abdecken.
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  • Die Knödel lassen wir abgedeckt 30 Minuten dämpfen (auf dem Bild ohne Abdeckung!). Um sicher zu sein, ob sie genug gedämpft wurden, stechen wir ein Zahnholz ein und ziehen dieses wieder aus. Wenn am Holzstück noch was klebt, lassen wir die Knödel noch 5-10 Minuten dämpfen und testen wieder.
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  • Wir nehmen die Knödel aus und bestreichen sie mit ein bisschen Sonnenblumen- oder Olivenöl.
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  • Die Knödel wird geschnitten als Beilage zu unterschiedlichen Gerichten serviert. Falls Ihnen ein paar Stücke übrig bleiben, können Sie diese wie "Altes Brot im Ei" zubereiten. Guten Appetit!
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